hi-Tier.de – das Informationssystem für Tiere

hi-tier informationsportal

Was ist hi-Tier.de?

Hi-Tier.de ist ein Informationssystem zur Herkunftssicherung für Tiere. Hi-Tier wird auch HIT genannt. Es handelt sich um ein System in dem Daten erfasst werden, auch wenn Tiere ausgetauscht werden. Es ist ein System für Halter von Rindern, Schweinen, Ziegen und Schafen. Gibt es in den Herden Bestandsveränderungen und Bewegungen zwischen den Betrieben, müssen die an das Hi-Tier-System gemeldet werden.

Was macht hi-Tier?

Es gibt eine Pflicht zur Anzeige und Registrierung für Viehhalte nach der Viehverkehrsordnung. Die Hauptaufgabe der Viehverkehrsordnung ist es, die Verbreitung und Verschleppung von Seuchen im Tierverkehr zu verhindern. Hi-Tier.de gibt den Tierhaltern die Chance ihre Pflichten bezüglich der Anzeige und Registrierung nach der Viehverkehrsordnung zu erfüllen. Es ist wichtig, dass bei den Lebensmitteln später die Herkunft der Tiere zurückverfolgen kann. Das ist ein großer Bestandteil der Lebensmittelsicherheit. Dazu kommt das Arzneimittelgesetz, auch diese Pflichten bezüglich verabreichter Tiermedikamente mit besonderem Schwerpunkt auf Antibiotika können auch mit Hilfe von hi-Tier.de erledigt werden.

Wer betreibt die Plattform?

Das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kurz StMELF genannt stellt den Viehbesitzern die Plattform zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil dieser gesammelten Daten ist, dass auch andere Behörden, wie die zuständigen Polizeibehörden, die zuständigen Veterinärämter oder die örtliche Lebensmittelüberwachung können auf die Daten zugreifen, um ihre nötigen Aufgaben zu erfüllen.

Wer nutzt es?

Es wird genutzt von Menschen, die Rinder, Schweine, Schafe oder Ziegen halten, die der Lebensmittelgewinnung dienen.

Wie erfolgen die Meldungen?

Es gibt verschiedene Wege, auf denen ein Viehbesitzer seine Meldungen vornehmen können. Die Meldung kann per Telefon, per Postkarte oder am Computer über das Internet erfolgen. Die Pflicht zur Meldung haben Personen, die eine Betriebsnummer haben, wie Viehhalter, Schlachthöfe oder Landwirte.

Wie werden die Tiere erkannt?

Damit die Tiere verwechslungsfrei zugeordnet werden können, bekommen Lämmer und Kälber zwei Lebendohrmarken. Diese Marken enthalten individuelle Registrierungsnummern. Befindet sich das Tier in der EU, hat die Registrierungsnummer das Format DE 05 999 99 999.Dabei steht das DE für Deutschland und die ersten beiden Ziffern, in dem Beispiel die 05, für Nordrhein-Westfalen. Wenn der Tierbesitzer es vorzieht, kann er nur eine Ohrmarke verwenden und zusätzlich einen Transponder nutzen.

Was wird nach einer Geburt gemeldet?

Der Viehbesitzer hat sieben Tage nach der Geburt Zeit, seine Daten an HIT senden. Zu diesen Daten gehören: die Nummer der Lebendohrmarkennummer genannt LOM, das Datum der Geburt, das Geschlecht des Neugeborenen, die Rassenbezeichnung und natürlich die Elterntiere. Mit diesen Daten wird bei HIT ein Stammdatenblatt für das Neugeborene erstellt.
Diese Änderungen müssen gemeldet werden: Hier ist der Grund des Abgangs wichtig, wie Verkauf, Tod oder Schlachtung. Dazu kommt das Datum des Abgangs, und alle Importe und Exporte.

Was passiert bei Verstößen gegen die Meldepflichten?

Die Verpflichtung zur Meldung ist Cross Compliance relevant. Dies bedeutet, wird der Betrieb kontrolliert und es fällt auf, dass der Viehbestand nicht mit den Meldungen übereinstimmt, kann es zu Abzügen bei der Direktzahlungen kommen. Dazu kommt, dass es sein könnte, dass der Verstoß gegen die Pflichten der Meldungen und Registrierungen eine Ordnungswidrigkeit darstellt und dementsprechend geahndet und abgestraft wird. Damit die Viehbesitzer sich an die Pflichten halten, denn es dient der Lebensmittelsicherheit und der Verhinderung von Tierseuchen.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.