Was dürfen Kaninchen fressen?

Was dürfen Kaninchen fressen? Die Frage wirkt erstmal simpel. Viele Menschen denken nämlich, dass Kaninchen so ziemlich alles essen dürfen, solange es natürlich ist. Gemüse Obst, egal was es ist, es kommt nur darauf an, dass es pflanzlich ist. Das ist allerdings eine Fehleinschätzung. Denn ein Kaninchen ist kein Biomüll! Die Verdauung der kleinen Tierchen ist empfindlicher als man es vielleicht anfangs wissen kann. Wer sich also die Frage stellt, „Was dürfen Kaninchen alles fressen?“ der ist in unserem Artikel gut aufgehoben!

Das ideale Kaninchenfutter

Um ideal verdauen zu können, müssen die Tiere immer etwas Futter zur Verfügung haben. Über einen Tag nimmt ein Kaninchen normalerweise bis zu 80 kleine Portionen an Essen zu sich. So wird die Belastung des Magen-Darm-Traktes gleichmäßig verteilt und Verdauungsstörungen vorgebeugt. Am gesündesten für Vierbeiner ist frisches Wiesengrün mit Wildblumen, Gräsern und Kräutern. Als natürliche Nahrungsquelle für Kaninchen enthält es alle Nährstoffe, die das Tier zum Überleben braucht. Da Haustiere aber selten dauerhaften Zugang zu echten Krautwiesen haben, gibt es einige Fütterungsregeln für Hauskaninchen, die Sie beachten müssen.

Die wichtigste Nahrung für Hauskaninchen sind Heu, Gras und Kräuter. Als Hauptfutter sollte immer für eine ausreichende Versorgung mit hochwertigem Heu oder Stroh (Raufutter) gesorgt werden. Denn der hohe Rohfaseranteil unterstützt eine gesunde Verdauung.

Auch für den Zahnabrieb ist eine faserreiche Kost wichtig. Weil Kaninchenzähne kontinuierlich wachsen (mehr als einen Zentimeter pro Monat), müssen sie ständig Futter zermahlen. Nur so wird genügend Zahnsubstanz abgeschliffen. Daher kauen Kaninchen mit 120 Kaubewegungen pro Minute sehr intensiv. Werden die Zähne zu lang, kann das Tier nicht mehr fressen und verhungert. Daher muss man Hauskaninchen im Gehege neben Raufutter auch kleine Äste anbieten. Am besten sind Zweige von Haselnuss- und Kernobstbäumen, Hainbuche, Linde, Weide oder Ahorn. Kalksteine oder Sepiaschalen eignen sich wegen ihres hohen Kalziumgehalts nicht.

Wir haben hier für dich eine übersichtliche Was dürfen Kaninchen fressen Liste zusammengestellt:

  • Gras und Kräuter (Wildblumen sind ideal)
  • Raufutter wie Heu oder Stroh
  • Kleine Zweige ( Linde, Hain, Haselnuss, Kernobst, Weide, Ahorn)

Was dürfen Kaninchen nicht fressen?

Aber was genau sind No-Gos beim Füttern eines Kaninchens? Es gibt ein paar Sachen, die wir gefunden haben, von denen man vielleicht denkt, dass sie für Kaninchen gut sein könnten. In Wirklichkeit verstecken sich hier gemeine Fallen, an die man nicht unbedingt denken würde. Dazu gehören:

  • Kaninchenfutter oder Leckerlis das Getreide, Honig oder Nüsse enthält, sind nicht gut für die Verdauung der Kaninchen.
  • Kausnacks, wie Knabberstangen oder ähnliche Leckerlis sind anders als die Werbung einem erzählt meistens eher schädlich für Kaninchen. Wer seinem Kaninchen normales festes Essen, wie Gemüse zum futtern gibt, muss sich nicht über mangelnden Zahnabrieb sorgen.
  • Trockenes Brot ist anders als für uns für die meisten Tiere schlecht für die Verdauung (Sogar Enten vertragen trockenes Brot nicht gut) das gleiche gilt für Kaninchen, also lieber Finger weg!
  • Es gibt auch einiges an Gemüse und Obst, das man Kaninchen nicht füttern sollte. Die meisten Zwiebelähnlichen Gemüse sind zu scharf für Kaninchen. Die meisten exotischen Früchte oder gemüsearten sind auch nicht gut für die Verdauung (Mango, Aubergine).
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Kichererbsen sind ebenfalls für den Magen von Kaninchen nicht optimal
  • Salz oder Kalksteine, an denen das Tier lecken kann sind meistens nicht notwendig, wenn der Rest der Ernährung stimmt.

Regel Nummer eins bei dem Füttern von Kaninchen ist also, dass man sein Kaninchen auf keinen Fall wie einen Allesfresser behandeln sollte. Zu viele Leute denken, dass ihr Kaninchen den Biomüll ersetzt und schaden dem Tier damit potentiell auf längere Sicht.

Eine andere Sache auf die man auf jeden Fall achten sollte, ist den Kaninchen zu viel Obst oder Zuckerhaltige Nahrungsmittel wie Karotten zu geben. Diese sollte man eher als natürliches Leckerli betrachten, denn der Zucker in ihnen kann fürs Kaninchen schädlich sein. Dabei geht es nicht nur um die Verdauung, sondern auch um Schäden an den Zähnen, die ein Kaninchen dadurch davontragen kann.

Was dürfen Kaninchen fressen und was nicht liste

Damit alles nochmal extra übersichtlich ist, haben wir alles Sachen die ein Kaninchen essen kann, und was nicht nochmal in eine übersichtliche Liste zusammengepackt.

Das dürfen Kaninchen essen
  • Gras und Kräuter (Wildblumen sind ideal)
  • Raufutter wie Heu oder Stroh
  • Kleine Zweige ( Linde, Hain, Haselnuss, Kernobst, Weide, Ahorn)
  • Karotten und Äpfel (selten und als Leckerlis)
  • Karottengrün
  • Salat
Das sollten Kaninchen lieber nicht essen
  • Salz/Kalksteine
  • Hülsenfrüchte
  • Zwiebelartige Gewächse
  • Exotisches Obst
  • Zu viel Obst ( Zu viel Zucker schadet dem Tier
  • Trockenes Brot
  • Kausnacks
  • Futter mit Honig, Nüssen oder Getreide
Lass doch gerne eine Bewertung da!
[Total: 0 Average: 0]