Das Schwarzwild

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Das Schwarzwild

Das Schwarzwild gehört zur Ordnung der Paarhufer. Die Wildschweine, welche auch zum Schwarzwild gehören, zählen zur Untergruppe der Nichtwiederkäuer und natürlich auch zur Familie der Schweine.
Wo kommt das Schwarzwild vor?
Die Wildschweine kommen in ganz Europa vor. Nur in Großbritannien und Skandinavien wurden die Wildschweine leider ausgerottet. Das Wildschwein ist ebenso in vielen Teilen von Deutschland vertreten. Nur in Teilen des wunderschönen Bayerns und im nordwestlichen Niedersachsens ist das Schwarzwild nicht vertreten. Wildschweine gibt es auch außerhalb von Europa. Dort ist das Schwarzwild zum Beispiel in Asien zu finden. In Nordafrika und auf dem wunderschönen Kontinent Australien wurde das Schwarzwild ausgewildert.

Wie sieht das Schwarzwild aus?

Die Farbe bei den Wildschweinen reicht von einem hellen Grau über unterschiedliche Braun- und Grautöne bis hin zu einem tiefen Schwarz. Die jungen Wildschweine haben bis zu einem Alter von sieben Monaten die typischen Längsstreifen. Die Größe und auch das Gewicht ist sehr stark von den Lebensbedingungen der Wildschweine abhängig. Die männlichen Wildschweine, auch Keiler genannt, können bis zu 200 kg schwer werden. Die weiblichen Wildschweine, auch Bachen genannt, können ein Gewicht bis 140 kg Kilogramm erreichen.

Wie leben die Wildschweine?

Wildschweine waren Tiere, welche immer am Tag aktiv waren. Doch durch die Besiedlung der Menschen wurden die Wildschweine am Tag sehr oft gestört. Deshalb hat das Schwarzwild seine Aktivitäten auf die Nacht verlegt. Am Tag wirst du selten Wildschweine sehen, da diese sich in den Wäldern verstecken. Dort ruhen sie in den sogenannten Kesseln. Diese Kessel werden jeden Tag neu angelegt. In der Dämmerung bricht das Schwarzwild zur Nahrungssuche auf. Auch das Bad in der Suhle findet ebenfalls in der Dämmerung statt. Wildschweine fressen zum Beispiel Wurzeln, Gräser, Früchte von den Bäumen im Wald auch Mast genannt, Getreide, Würmer, Insekten, Aas, Kleinsäuger, Rehkitze und Gelege von Vögeln, welche ihren Brutplatz am Boden haben.

Das Schwarzwild lebt auch sehr gesellig in sogenannten Rotten. Wildschweine besitzen auch ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Eine Rotte besteht aus Bachen, das sind erwachsene Weibchen, Überläufern, das sind Männchen und Weibchen im zweiten Lebensjahr und Frischlingen, das sind junge Wildschweine. Die erwachsenen Keiler, das sind die männlichen Wildschweine, leben als Einzelgänger. Die Keiler sind nur in der Rauschzeit, welche auch Paarungszeit genannt wird, bei einer Rotte. In der Rotte herrscht natürlich auch eine Rangordnung. Eine Rotte wird immer von der ältesten Bache, der sogenannten Leitbache angeführt. Stirbt die Leitbache allerdings wird diese ersetzt oder die Rotte löst sich auf.

Wie funktioniert die Fortpflanzung bei den Wildschweinen?

Den Beginn der Rauschzeit auch Paarungszeit genannt, bestimmen die Bachen, da die Keiler das ganze Jahr fähig sind die Befruchtung bei den Bachen durchzuführen. Die Rauschzeit der Wildschweine geht von Ende Oktober bis März. Der Schwerpunkt der Rauschzeit befindet sich aber im November und Dezember bei den Wildschweinen. Sollte die Leitbache allerdings verstorben sein, können die anderen Bachen auch im Sommer rauschig werden. Als erstes werden die ältesten Bachen rauschig, danach sind die Überläuferbachen und nach einem Mastjahr die Frischlingsbachen an der Reihe. Bevor die Bachen rauschig werden, stoßen die Keiler zur Rotte und kämpfen um die Vorherrschaft in der Rotte. Der stärkste Keiler beschlägt alle befruchtungsfähigen Bachen anschließend verlässt der Keiler die Rotte wieder. Nach vier Monaten bekommt die Bache in einem Wurfkessel bis zu zehn Frischlinge. Die Bache kann aber nur acht Frischlinge aufziehen, da sie nur über acht Zitzen verfügt. Nach einer Woche verlassen die Frischlinge den Wurfkessel und folgen ihrer Mutter bei der Suche nach Nahrung. Die Überlauterkeiner werden von den Bachen aber nur achtzehn Monate in der Rotte geduldet. Die Überlauterkeiner schließen sich zu den sogenannten Überlauterrotten zusammen. Diese Überlauterrotten lösen sich aber nach einer bestimmten Zeit auch wieder auf.

Fun Fact: Was ist eine Rauschknospe?
Die Rauschknospe ist eine andere Bezeichnung für das Feuchtblatt, dem äußeren Geschlechtsteil bei einer Bache.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der einen oder anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.