Die Heerenbüchse. Sportgewehr im Portrait

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Heerenbüchse

Die Heerenbüchse ist eine besondere Form der Jagd- und Sportgewehre, da sie einen gezogenen Lauf aufweisen. In der Regel wird eine Büchse mit Blockverschluss als sogenannte Heerenbüchse bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine gängige Büchsenform, die gerade bei Sportschützen sehr beliebt ist. In der Regel ist die Heerenbüchse in einem Fachgeschäft für Sportwaffen erhältlich, wobei allerdings gewisse Grundvoraussetzungen vorhanden sein müssen. Zum einen ist ein Mindestalter von 18 erforderlich und zum anderen sollte ein gültiger Waffenschein vorgelegt werden.

Die Heerenbüchse als ideales Sportgewehr

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Vereine gegründet, die für Geselligkeit und sportliches Engagement stehen, beispielsweise im Bereich der Sportschützen. Die bekannteste Vereinsform ist sicherlich der Schützenverein, der die Möglichkeit bietet, ganz legal auf Tontauben und anderen toten Gegenständen zu schießen. Einmal im Jahr steht ein sportlicher Wettkampf der Schützen im Vordergrund, wobei sowohl Männer als auch Frauen daran teilnehmen können. In der Regel werden zum Schießen Gewehre oder Büchsen, verwendet beispielsweise die Heerenbüchse, da sie ein beliebtes Sportgewehr bei allen Schützen ist.

Die Heerenbüchse überzeugt durch eine ausgezeichnete Zuverlässigkeit und einer unübertroffenen Eleganz. Sie ist einfach in der Handhabung, bringt nur ein relativ geringes Gewicht mit und kann daher perfekt als Jagdbüchse im Gebirge eingesetzt werden. Die Vorteile liegen ohne Frage in der großen Verschlussfestigeit sowie in der extrem kurzen Bauart. Gegenüber anderen Waffen lässt sich die Heerenbüchse gespannt und geladen führen und im Anschlag Spannen und Einstechen, da es sich um eine Handspannung handelt.

Das Laden der Heerenbüchse ist im Grunde genauso einfach wie die restliche Handhabung. Dazu wird einfach der Knopf gedrückt, der sich vorne am Abzugsbügel befindet, um den Block zusammen mit der Abzugsgarnitur zu senken. Nun wir die Patrone in das Patronenlager geschoben und alles wieder verschlossen. Die Waffe ist schussbereit, wenn der hintere Abzug nach vorne gedrückt wird.

Die Entstehung des Namens Heerenbüchse

Am 20.08.1844 wurde Christian Arturo Juan Antonio Heeren in Hamburg geboren. Schon früh besuchte er eine englische Schule, heiratete in Paris seine Frau Virginia Gonzales de Candamo, wo sie, ebenso wie in Europa, eine Zeit lang lebten. Sein Interesse an Technik war schon früh geweckt, insbesondere was Gewehre/Büchsen anbelangte. Zusammen mit seinem langjährigen Freund Ingenieur Beck arbeitete er an einem Verschluss für Schusswaffen, dem sogenannten späteren Heeren-Verschluss, den die Baden-Badener Hofbüchsenmacherei sogar patentierten.

Der Heeren-Verschluss arbeitet nach dem Prinzip des Vertikal-Blockverschlusses. Der Vorteil liegt ganz klar in seiner kurzen Bauweise, der großen Verschlussfertigkeit und dem kleinen Gewicht. Insgesamt hat die Heerenbüchse eine Länge von 96 cm, wobei sie unterteilt wird in einen 36 cm langen Schaft und einem 60 cm langen Lauf aus. Aufgrund dieses Heeren-Patents hat die Büchse einen besonderen Stellenwert bei den Sportschützen und bei den Jägern bekommen. Durch diese kompakte Bauart ist eine führige und besonders kurze Jagdwaffe entstanden, die eine der beliebtesten Pirschbüchsen ist.

Voraussetzungen für den Kauf der Heerenbüchse

Eine Heerenbüchse ist eine Schußwaffe, die unter das Waffenschutzgesetz fällt und somit ist sie nur unter bestimmten Voraussetzungen zu erwerben. Neben einem Mindestalter von 18 Jahren ist zusätzlich ein Waffenschein notwendig, der Aussage über die persönliche und zuverlässige Eignung gibt sowie eine waffenrechtliche Sachkundeprüfung. Zudem wird ein Nachweis eingefordert, zu welchem Zweck die Heerenbüchse genutzt werden soll.