Garten neu anlegen: Ideen und Tipps

Gewisse Tätigkeiten fallen im Garten Jahr für Jahr an. Manchmal sind zudem größere (Um-) Bauarbeiten notwendig, beispielsweise das Bauen von neuen Beeten oder eines Gartenhauses. Den Garten völlig neu anzulegen, ist hingegen etwas, das viele Menschen selten machen – manchmal nur einmal im Leben. Dabei gilt es einige Dinge zu beachten.

Wann sollte ein Garten neu angelegt werden?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen der Garten neu angelegt werden kann oder muss. Das gilt beispielsweise beim Bau eines neuen Hauses oder beim Einzug in einen solchen Neubau. Aber auch beim Umzug in ein bestehendes Haus mit Garten kann es sinnvoll sein, diese Gelegenheit zu nutzen, um ihn neu anzulegen – wenn er beispielsweise nicht dem eigenen Geschmack entspricht oder in den vergangenen Jahren vernachlässigt wurde.

Aber auch bei einem bestehenden Garten bevorzugen es einige Hobbygärtnerinnen und -gärtner, diesen in regelmäßigen Abständen von einigen Jahren komplett neu anzulegen, um Abwechslung in die Grünfläche zu bringen oder um ihn an eine veränderte Lebenssituation anzupassen. So kann beispielsweise die Geburt eines Kindes neue Sicherheitsvorkehrungen notwendig machen und einige Eltern entfernen daraufhin den Gartenteich; um nur eine von vielen möglichen Maßnahmen zu nennen.

Die richtige Jahreszeit abwarten

Schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, ob der Garten neu angelegt werden soll und aus welchem Grund. In jedem Fall ist aber die richtige Herangehensweise wichtig, damit der neue Garten florieren kann und sich die Arbeit auszahlt. Denn den Garten komplett neu anzulegen, erfordert durchaus einen gewissen Aufwand, sowohl zeitlicher als auch finanzieller Art. Es wäre daher schade, wenn einige der getroffenen Maßnahmen wie das Verlegen des Rasens im Nachhinein erfolglos waren.

Jede dieser Maßnahmen sollte deshalb zum richtigen Zeitpunkt stattfinden. Prinzipiell sind dafür der Herbst und das Frühjahr gut geeignet – jedoch hängt die passende Jahreszeit auch davon ab, wie der Garten schlussendlich aussehen soll. Je nachdem, welche Arbeiten also notwendig sind und welche Bäume, Blumen & Co gepflanzt werden sollen, empfiehlt sich ein individueller Zeitplan.

Frühzeitig mit dem Konzept beginnen

Der erste und wichtigste Schritt, wenn es um das Anlegen eines neuen Gartens geht, ist daher das Konzept. Die Eigentümer und Eigentümerinnen müssen sich im Detail überlegen, wie der neue Garten aussehen soll. Das gilt sowohl für den Bewuchs als auch für Gebäude, Wege, Terrassen oder andere Gestaltungselemente. Wer hierbei Hilfe braucht, kann auch einen erfahrenen Gärtner an Bord holen, um sich beraten zu lassen und gemeinsam einen Plan für den neuen Garten zu erstellen. So oder so sollte die Konzepterstellung grob in folgenden Schritten ablaufen:

  1. Den Garten abmessen und einen Grundriss erstellen. Dabei müssen auch feste Bestandteile skizziert werden, die nicht verändert werden können oder sollen, zum Beispiel das Gartenhaus oder eventuelle Rohre, die im beziehungsweise unter dem Garten verlaufen.
  2. Daraufhin können Kriterien definiert werden, die beim neuen Garten wichtig sind – zum Beispiel der Sicherheitsaspekt für die Kinder oder später möglichst wenig Arbeit mit dem fertigen Garten zu haben. Hier kann jeder selbst überlegen, was im Einzelfall wichtig ist.
  3. Im dritten Schritt empfiehlt sich eine Ideensammlung. Welche Möglichkeiten oder Wünsche bestehen bezüglich der Gartengestaltung? Der Kreativität sind zu diese Zeitpunkt keine Grenzen gesetzt, sprich jede noch so verrückte Idee wird erst einmal aufgeschrieben.
  4. Erst anschließend gilt es zu prüfen, was realistisch und sinnvoll ist…und was eher nicht. Die zukünftigen Nutzer und Nutzerinnen sollten also gemeinsam überlegen, welche Elemente umgesetzt werden sollen. Dabei gilt es auch das verfügbare Budget im Blick zu behalten. Ziel ist also ein stimmiges Gesamtkonzept, mit dem am Ende jeder glücklich ist.
  5. Zuletzt wird der neue Garten im bereits angefertigten Grundriss skizziert. Das fördert die Vorstellungskraft, wie der Garten schlussendlich aussehen wird, und dabei können noch einmal Probleme ersichtlich werden, die nicht bedacht wurden, vielleicht ein Platzmangel in einer bestimmten Ecke oder eine störende Leitung. Es kann also notwendig sein, mehrere Skizzen anzufertigen, bis das neue Konzept perfekt ist.

Erst anschließend ist es sinnvoll, die einzelnen Maßnahmen konkret zu planen und mit der Neugestaltung des Gartens zu beginnen. So können im Herbst zum Beispiel bauliche Veränderungen vorgenommen werden, wie die Errichtung einer neuen Mauer oder eines Gartenhauses. Der Winter kann genutzt werden, um notwendige Gartengeräte zu besorgen oder bei Dienstleistern Angebote einzuholen. Im Frühjahr ist dann die Bepflanzung an der Reihe und im Sommer wird der Pool aufgestellt.

Auch diese Reihenfolge ist nur beispielhaft, sie macht aber deutlich, weshalb und inwiefern eine individuelle Planung so wichtig ist. Dann kann der Garten möglichst effizient angelegt und mit minimalem Zeit- sowie Kostenaufwand fertiggestellt werden – damit er pünktlich zur warmen Jahreszeit nutzbar ist.

Wichtige Aspekte bei der Neugestaltung

Bei der Erstellung eines solchen Konzepts müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Dazu zählt einerseits die Praktikabilität, sprich der Garten muss zur Nutzung passen. Es lohnt sich deshalb, sich einmal zu fragen, wie der Garten in der Vergangenheit genutzt wurde oder in Zukunft genutzt werden soll, zum Beispiel

  • als Entspannungsoase,
  • als Spielbereich für die Kinder,
  • als Auslauf für die Haustiere,
  • als Treffpunkt für Familie oder Freunde,
  • als Anbaufläche für Obst und Gemüse,
  • o. ä.

Damit ist die Liste an Möglichkeiten noch lange nicht zu Ende. Die gute Nachricht lautet, dass sich niemand auf nur eine Nutzungsart beschränken muss. Stattdessen kann das Konzept verschiedene „Zonen“ enthalten, beispielsweise eben einen Entspannungsbereich mit Liegestühlen, einen Essbereich mit Grill und einen Spielbereich mit Rutsche.

Wie bereits erwähnt, spielen zudem finanzielle Aspekte eine Rolle. Oft ist das Budget für die Neugestaltung begrenzt oder die laufenden Kosten sollen gering gehalten werden. Die Eigentümer und Eigentümerinnen sollten daher vorab eine Obergrenze definieren, wie viel der Garten einmalig und dauerhaft kosten darf. So kann jede in Erwägung gezogene Maßnahme wie beispielsweise die Integration eines Pools kalkuliert werden, um zu überprüfen, ob sie finanziell überhaupt machbar ist.

Und zuletzt muss ein Garten immer auch mit Blick auf die Nachbarschaft geplant werden. Sie ist schließlich von Gestaltungselementen wie hohen Zäunen oder Bäumen an der Gartengrenze ebenfalls betroffen. Um Konflikte zu vermeiden, lohne es sich, einige Maßnahmen vorab mit den Nachbarn zu besprechen und sich eine schriftliche (!) Zustimmung einzuholen. Zudem sollte die Gartengestaltung zur Optik der Nachbarschaft beziehungsweise des Dorfes im Gesamten passen. Vor allem im Ortskern wird nämlich im Zuge der Innenentwicklung neben weiteren Zielen oft auch großer Wert auf optische Einheitlichkeit gelegt.

Ideen von klassisch bis ungewöhnlich

Bleibt nur noch die Frage nach konkreten Ideen offen, wie der Garten gestaltet werden kann, damit er all diese Kriterien erfüllt – aber trotzdem nicht langweilig ist. Hier ein bisschen Inspiration:

  • Grillkamin mit Sitzecke für ein Barbecue mit der Familie oder mit Gästen.
  • Gartenteiche mit tierischen Bewohnern, die durch kleine Bäche verbunden sind.
  • Beete und Hochbeete für möglichst große Vielfalt an Gemüse, Kräutern & Co.
  • Obstbäume als Schattenspender und Essenslieferanten.
  • Kletterpflanzen als Sichtschutz oder Schmuck für Gartenhaus, Torbogen, Pavillon oder Zaun.
  • Stall und Auslauf für kleine Haus- oder Nutztiere wie Kaninchen, Hühner, o. ä.
  • Spielplatz oder Baumhaus für Kinder zum Toben und Klettern.
  • Nisthilfen, Vogelbäder & Co, um Vögeln zu helfen und sie zu beobachten.
  • Pool oder Whirlpool für Badespaß in jeder Jahreszeit.
  • Gartensauna mit Entspannungsbereich im Inneren oder im Freien.
  • Hollywood- oder Baumschaukel für Kinder und Erwachsene.

Der eigenen Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt und genau deshalb lohnt sich der Aufwand, einen Garten bei Gelegenheit völlig neu zu gestalten: Er kann perfekt an die eigenen Vorstellungen sowie an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden. So wird er zum absoluten Traumgarten für die Eigentümer und Eigentümerinnen, in dem garantiert keine Wünsche offen bleiben!

Lass doch gerne eine Bewertung da!
[Total: 1 Average: 4]