Wirsing Rezept und Tipps

wirsing

Der Wirsing: Ein Liebling kreativer Köche

Wirsing – einheimisches Gemüse für Genießer. Wirsing ist fast das ganze Jahr über aus regionalem Anbau erhältlich. Wenn er importiert wird, dann aus dem nahen Ausland. Lange Wege muss er bis in unsere Küche selten zurücklegen. Mit seinen festen, kräftigen Blättern und dem nussigen Geschmack ist er sowohl im Topf, in der Pfanne als auch im Ofen ein vielseitiges kulinarisches Talent. Das supergesunde Gemüse kannst du auf Bauernmärkten und in Supermärkten günstig einkaufen. Es gibt viele Gründe, warum es häufiger auf dem Speiseplan stehen sollte:

Wirsing – das steckt drin

Wirsing enthält vor allem jede Menge Eisen, Mangan, Phosphor, verschiedene B-Vitamine und Vitamin A. Besonders wichtig in der kalten Jahreszeit: Rasple das Kraut einfach und genieße es als Rohkost, am besten zusammen mit anderen Gemüsesorten und Salaten. Schon 1oo Gramm Wirsing decken nämlich den Tagesbedarf an Vitamin C.

So machst du den Frischetest

Während du auf dem Markt sowieso frische, regionale Ware bekommst, solltest du im Supermarkt genau hinschauen. Nimm nur wirklich frischen Wirsing mit nach Hause:
Die Blätter liegen fest an und sind nach oben leicht geöffnet.
Das Gemüse ist knackig, auch die äußeren Blätter machen noch nicht schlapp.
Reibst du sie aneinander, quietschen frische Wirsingblätter.
Achte auch auf die Schnittfläche: Der Strunk muss weiß und saftig aussehen.
Hausmannskost oder exotische Küche?
Mit Wirsing ist beides möglich. Und da in den Kochbüchern meistens die Rezepte der einheimischen Küche zu finden sind, haben wir für dich ein leckeres asiatisches Rezept mit Wirsing ausprobiert:

Curry-Kokos-Rouladen aus Wirsing und Hackfleisch – Zutaten für 4 Personen

Hier kannst du dir das Wirsing Rezept auch vorlesen lassen:

Zutaten

  • 8 Wirsingblätter
  • 500 g gemischtes Gehacktes
  • 1 Semmel vom Vortag
  • 1 kleine Dose Ananas (Saft und Früchte werden getrennt verarbeitet)
  • 400 ml ungesüßte Kokosmilch
  • 100 ml Hühnerbrühe (instant)
  • 1 Ei
  • 1 EL Öl
  • 1 große Zwiebel
  • 1/2 TL Speisestärke
  • Salz, Pfeffer, 1 Knoblauchzehe, 1 ca. 2 cm großes Stück Ingwer, 2 TL
  • Currypulver

Und so werden die exotischen Krautrouladen gemacht:

  • Semmel in kaltem Wasser einweichen.
  • Ingwer schälen, Knoblauch und Zwiebel abziehen und alles fein hacken.
  • Ingwer zur Seite stellen.
  • Semmel gut ausdrücken und mit dem Hackfleisch, dem Knoblauch
  • und den Zwiebeln verkneten, mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Die Wirsingblätter blanchieren , trockentupfen und die dicken Blattrippen vorsichtig flach schneiden.
  • Je zwei Wirsingblätter überlappend aufeinanderlegen und jeweils ein Viertel des Hacks auf die Mitte geben. Zur Roulade einrollen. Diese mit Holzspießchen, Zahnstochern oder Küchengarn befestigen.
  • Backofen auf 175 Grad vorheizen.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die in Würfel geschnittene Ananas darin andünsten.
  • Currypulver mit der Kokosmilch verrühren und zusammen mit der Brühe in die Pfanne geben und aufkochen.
  • Stärke und Ananassaft verrühren und abzugießen.
  • Ingwer ebenfalls dazugeben, alles kurz aufkochen und vom Herd nehmen.
  • Die Sauce und die Wirsingrouladen in eine Auflaufform geben und ca. 45 Minuten im Backofen schmoren.
  • Als Beilage eignet sich Reis.

So werden Wirsingblätter blanchiert

Trenne die Blätter mit einem scharfen Messer vom Strunk und achte darauf, diese möglichst nicht zu beschädigen. Die Wirsingblätter legst du ca. 2 Minuten in kochendes Wasser und tauchst sie danach sofort in eiskaltes Wasser. Die Hitze macht sie weich, sodass sie sich leicht zu Rouladen einrollen lassen. Das kalte Wasser  verhindert, dass sie nachgaren und erhält gleichzeitig die schöne, grüne Farbe.

Ein Tipp: Wirsing kannst du selber zu Hause ziehen, bzw. aus den vermeintlichen Abfällen nachwachsen lassen: Stelle dafür den Strunk in eine Schale mit Wasser. Nach einigen Tagen bilden sich Wurzeln. Wenig später fängt der Wirz an zu wachsen. Wechsle das Wasser etwa zweimal pro Woche. Wenn die Wurzeln kräftig genug sind, kannst du den “halben” Kohl ins Gartenbeet oder in einen Blumentopf pflanzen und in ein paar Monaten ernten. Ist die das zu umständlich und dauert dies zu lange, verwendest du das frische Grün einfach für Salate.