Grabmilben erkennen und bekämpfen

Grabmilben bekämpfen

Grabmilben verursachen juckende und verkrustende Hautreaktionen bei Mensch und Tier. Krätze und Räude sind in aller Munde. Landlive erklärt, woher die Milben kommen und wie du Grabmilben mit (tier)-ärztlicher Hilfe bekämpfen kannst.

Warum heißen Grabmilben Grabmilben?

Der Begriff Grabmilben hat nichts mit dem Friedhof zu tun! Grabmilben graben mit ihren Mundwerkzeugen Gänge in bestimmte Schichten der Epidermis, das ist die oberste Schicht der Haut, und leben dort. Das erklärt den Namen.

Was sind Grabmilben?

Grabmilben tragen den wissenschaftlichen Namen „Sarcoptes scabiei“ und gehören zu den Acari, also der Unterklasse der Milben und der Klasse der Arachnida, der Spinnentiere. Die Tierchen verursachen bei allen Säugern, egal ob Mensch oder Tier, deutliche Hautreaktionen.

Die weiblichen Achtbeiner haben eine ovale Körperform und sind weniger als einen halben Millimeter breit und lang. Die männlichen Tiere bleiben kleiner. Nach der Paarung bohren die weiblichen Milben Gänge in die Haut und legen dort im Laufe mehrere Wochen bis zu 50 Eier ab. Über zwei bis drei Wochen folgen mehrere Entwicklungsstadien von der Larve, über die Nymphe bis zum adulten Tier in der Haut.

Die Grabmilben leben bevorzugt auf einer Art, also entweder auf dem Menschen, auf dem Hund, der Katze oder anderen Heim- oder Wildsäugern. Wechselt die Hundemilbe vom Tier auf den Menschen, so äußern sich Symptome, die in der Regel jedoch sehr milde ausfallen. Die Wissenschaftler sind sich nicht einig, ob die Bevorzugung eines bestimmten Wirtes eine eigene Arteneinordnung rechtfertig oder nicht.

Wird Krätze von Grabmilben verursacht?

Krätze ist ein Krankheitsbild, das Grabmilben, auch Krätzemilben oder Scabiesmilben genannt, beim Menschen auslösen. Die Milben siedeln bevorzugt an warmen und dünnen Hautstellen, z.B. in Räumen zwischen Fingern und Zehen, im Bereich des Nabels oder an den Knöcheln. In den ersten Wochen nach der Infektion kommt es zu Jucken und Rötung. Es können Blasen und Pusteln sowie Krusten hinzukommen. Bei Menschen mit einem eingeschränkten Immunsystem kann die Erkrankung stärker ausfallen. Die Ausprägung des Juckreizes variiert.

Diese Informationen stellen keine Grundlagen für Aussagen über Gesundheitszustand, Diagnose oder Therapie dar. Gehe bei einem Verdacht immer zu einem Arzt. Wie du am besten die Grabmilben bekämpfst, dazu gibt dir der Arzt oder Apotheker Auskunft.

Wie werden Grabmilben beim Menschen bekämpft?

Grabmilben sind mobil und können bei jeglichem Körperkontakt von Mensch zu Mensch wandern. Das geschieht vor allem dort, wo Menschen eng zusammen sind. Dazu gehören Schulen, Kitas oder Pflegeeinrichtungen. Eine Übertragung durch das gemeinsame Nutzen von Wäsche ist selten, aber möglich. Grabmilben krabbeln ebenso vom Tier auf den Menschen. Die Erkrankung kann dann aber milder ausfallen. Dies sind Erfahrungen von Personen, die von Krätze betroffen waren. Für jegliche medizinische Beurteilung ist dein Arzt der beste Ansprechpartner.

Sofort bekämpft, besteht die Möglichkeit, dass du Grabmilben in den Griff bekommst. Gehe bei einem Verdacht auf Grabmilben zu deinem Arzt. Er wird dich weiter beraten.

Wichtig Falls du Krätze hast, informiere dich, ob du deinem Arbeitgeber Bescheid sagen musst! Beim Robert-Koch-Institut https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/K/Kraetzemilben/Kraetzemilben.html findest du umfangreiche Informationen zur Krätze, der Vermeidung und Bekämpfung von Grabmilben.

Wie sieht der Befall mit Grabmilben beim Hund aus?

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Nicht jeder Juckreiz muss gleich durch die Grabmilbe verursacht werden und doch sollte man im Zweifel einen Arzt befragen.

Beim Hund heißt der Befall mit Grabmilben Räude. Das Tier fühlt auf teils geröteter Haut starkes Jucken, was zu Kratzen und Selbstbeißen führt. Deutliche Schuppenproduktion, Fellausfall und eine starke Hornbildung können eventuell Räude anzeigen. Aber auch andere Krankheiten haben dieses Erscheinungsbild. Der Weg zum Tierarzt gibt hier Sicherheit bei der Diagnose.

Wie kommt es zur Ansteckung mit Grabmilben?

Ähnlich wie beim Menschen führt der enge Kontakt zu einer Übertragung der Milben. Die Hunde tollen miteinander, schlafen im gleichen Körbchen und schon kann es geschehen: Der nächste Hund hat Räude.

Kann ich Grabmilben beim Hund bekämpfen?

Dein Tierarzt kümmert sich gerne um deinen Hund und stellt eine Diagnose. Die Diagnose kann über den Nachweis der Milben im Hautgeschabsel erfolgen, das ist eine Probe an einer erkrankten Hautstelle. Wie du am besten die Grabmilben bekämpfst, dazu gibt dir der Tierarzt oder ein Apotheker Auskunft.

Gibt es Grabmilben bei anderen Säugetieren?

Bei Rindern treten Grabmilben zum Beispiel an Kopf oder Hals auf. Die Tiere können unter starkem Juckreiz leiden, dadurch kann es zu einem Absinken der Leistung kommen. Für Kälber wird eine erhöhte Sterberate berichtet. Auch bei Katzen, Pferden und anderen Haustieren treten Räudemilben auf, die bekämpft werden müssen. Unbehandelte Haustiere oder Wildtiere sterben ohne Behandlung oft qualvoll. Für Diagnose und Bekämpfung wende dich an deinen Tierarzt.

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Susanne Kirsch

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