Flöhe bekämpfen! Erkennen, Handeln und loswerden!

flohbiss

Flöhe bekämpfen!

Bevor man Flöhe bekämpfen wird, sollte man zunächst feststellen, ob es sich beim Juckreiz und den Stichen tatsächlich um Flohbisse handelt. Häufig werden Flohbisse mit Mückenstichen oder den Bisse durch Bettwanzen verwechselt. In diesem Beitrag erklären wir dir, wie du Flohbiss erkennen kannst und wie du Flöhe bekämpfen kannst.

Flohbisse erkennen

Am häufigsten werden Flohbisse wohl mit Mückenstichen verwechselt. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist wohl, dass ein Flohstich niemals alleine kommt. Optisch sieht ein einzelner Flohstich zwar verdächtig aus wie ein Mückenstich und juckt auch ähnlich wie ein Mückenstich. Tatsächlich aber beißt ein blutsaugender Floh niemals nur einmal, so hat man zumeist mehrere Stiche nebeneinander, während ein Mückenstich zumeist vereinzelt auftritt. Fernab dessen finden sich Flohstiche zumeist an den warmen, also bedeckten Körperregionen, während Mücken eher an Orten, die nicht von Textilien bedeckt sind, stechen.

Da Flöhe nicht allzu weit springen können und gerne in Teppichen lauern, beissen sie zumeist am Knöchel und den Beinregionen, sehr wohl aber auch an den Händen und Armen, wenn wir zum Beispiel unsere Haustiere streicheln. Haustiere sind ein gutes Stichwort, denn die meisten (nicht alle), die ein Flohproblem haben, werden Katze oder Hunde beherbergen. So sind es Katzenflöhe oder Hundeflöhe, die bei Nahrungsmangel eben auch den Menschen befallen. Der Menschenfloh ist in unseren Regionen eher selten anzutreffen, was den hygienischen Standards in unseren Gefilden geschuldet ist.

Flöhe sind nicht unproblematisch. Ihre Bisse können allergische Reaktionen hervorrufen, es können sich Ekzeme bilden und auch Parasiten können übertragen werden. Zwar sind Flohbisse in unserer Region zumeist gesundheitlich noch nicht dramatisch, doch spätestens, wenn mit den Bissen Fieber einhergeht oder sich Unbehagen einstellt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Die Flöhe und ihr Verhalten: Ausgewachsene Flöhe stechen durch die Haut ihres Wirts, um an das Blut zu gelangen. Beim Flohbiss selbst merkt man nichts, da der Floh die Haut derart manipuliert, dass die betroffene Stelle quasi betäubt ist. Erst wenn der Körper auf den Biss reagiert, beginnt der Juckreiz. Die Larven der Flöhe ernähren sich zunächst von organischen Partikeln in Textilien und Teppichen. Wer putzt, nimmt ihnen also die Nahrung!

Was tun bei Flohbissen, wie bekämpft man Flöhe?

Es muss nicht immer sogleich der Kammerjäger sein, aber natürlich wird eben jener Schädlingsbekämpfer sogleich wissen, was zu tun ist. In jedem Fall aber kann man auch mit so manchem Hausmittel und Helferlein der Flohplage Herr werden. Die Frage ist schlicht, wie große das Flohproblem ist und welche Mittel für den Moment die Richtigen sind. Klar ist, ein echtes Flohproblem birgt auch gesundheitliche Risiken und je früher man die Flhe bekämpfen wird, desto besser.

Alles beginnt mit dem Putzen

Wie erwähnt, ist mangelnde Hygiene wie ein Buffet für die Larven und damit wird man dem Floh Problem nur Herr, wenn man eben hier ansetzt. So muss zunächst alles raus und alles gereinigt werden. Wie? Das erklären wir dir im Folgenden. Zunächst sollte man mit dem Zimmer beginnen, wo die Haustiere gerne liegen oder wo man etwas schlampig mit der Hygiene war. Vor allem Textilien müssen raus und maximal genau gereinigt werden. In diesem Sinne raus mit den Müllbeuteln und alle Textilien raus aus dem Tatort! Hast du Haustiere, dann solltest du dringend auch an deren Schlafplätze denken, denn auch diese werden gründlich gereinigt.

Wie wäscht man effizient gegen Flöhe?

Hemden sollte man nur bei 30 Grad waschen? Das ist jetzt egal, denn hier geht es um die Gesundheit und darum die Flöhe zu bekämpfen. Also müssen alle potentiell befallenen Textilien und Kleidungsstücke bei minimum 50 Grad gewaschen werden. Am besten gar bei 60 Grad, um sicher zu gehen. Hundedecken, Decken, Bettlaken, Lieblingshemd, alle potentiellen Verstecke für Flöhe werden nun peinlich genau gewaschen und gerne auch im Trockner getrocknet.

Auch Teppich und andere Orte reinigen

Die Kleidung, der Bettbelag und andere Textilien passen in die Waschmaschine, wie sieht es aber mit dem Teppich und anderen Gegenständen in der Wohnung aus? An dieser Stelle empfehlen wir einen Dampfreiniger, denn wenn der Dampfeiniger über ausreichend Temperatur verfügt, lassen sich so Teppiche und Co. gut reinigen, so dass man auch die Larven der Flöhe loswerden kann. Insbesondere bei Möbel sollte man aber klären, ob diese auch wirklich Dampf vertragen, wenn man diese mit dem Dampfreiniger säubern möchte.

Welche Flohmittel helfen tatsächlich gegen Flöhe?

Hier einige hilfreiche Mittel bei der Flohbekämpfung:

Kieselgur gegen Flöhe

Kieselgur hatten wir bereits im Zusammenhang mit Milben bei Hühnern vorgestellt. Auch gegen Flöhe leistet Kieselgur gute Dienste. Wer Haustiere besitzt, kann das Fell von Hund und Katze mit Kieselgur behandeln. Dies stellt die schonende Alternative zu Flohbändern, die mit Chemikalien funktionieren, dar. Außerdem lässt sich mit Kieselgur das eine oder andere Versteck von Flöhen und Milben bearbeiten, so dass man auch in Ritzen und Spalten gut gegen die Flöhe vorgehen kann.

Das richtige Abwehrspray gegen Flöhe

Bei chemikalischen Mitteln aller Art, so auch beim Abwehrspray oder Fogger gegen Flöhe ist stets Vorsicht geboten, denn was für die Flöhe tödlich enden kann und wirkt, ist auch für unsere Gesundheit, oder jene unserer Tiere zumeist nicht unbedenklich. So sollte man sich mit dem jeweiligen Spray befassen und die Anwendungshinweise gut beachten. Mit dem Fogger kann man ganze Räumer einsprühen, um die große Keule gegen die Flöhe zu schwingen.

Hausmittel gegen Flöhe

Bei vielen Plagegeistern hat man die besten Mittel gegen die Schädlinge bereits im Haus. Bei Flöhen ist es schon weit schwieriger mit Hausmitteln gegen sie vorzugehen. Wie oben geschrieben, mögen weder die Larven der Flöhe, noch die Flöhe selbst hohe Temperaturen. Eben des kann man sich zu nutze machen. Ab ca. 50 Grad sterben Flöhe ab, (Floheier sind leider ein wenig robuster, hier braucht man eher mehr Hitze). Vor allem im Sommer lässt sich diese Information gut nutzen, denn verpackt man eventuell betroffene Textilien oder Gegenstände luftdicht und stellt diese etwa eine Weile (am besten Tage) in die Sonne, dann ist die Chance recht hoch, diese Gegenstände flohfrei gemacht zu haben. Auch mit einem Föhn kann man punktuell für hohe Temperaturen sorgen.

Fazit zur Flohbekämpfung

Flöhe sind nicht ganz einfach zu beseitigen. So muss man ordentlich anpacken und dabei sehr gründlich sein, um Flöhe wirklich loswerden zu können. Behandlungen der jeweiligen Bekämpfungsmittel sollte man gemäß Anwendungshinweisen der Hersteller durchführen und vielleicht wiederholen. Hygiene ist der Schlüssel, wenn man Flöhen erfolgreich vorbeugen möchte. Nicht vergessen sollte man vor allem auch, die Wirte der Flöhe zu behandeln. So müssen auch Hund und Katze regelmäßig auf Flöhe überprüft werden. Wer auf einen Profi zum Bekämpfen der Flöhe setzen möchte, wird im Internet einige Anbieter vor Ort finden, die unterstützen können.

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Marc Landlive Redaktion

Als bekennender Outdoor Fan, Tier Fan und vor allem als jemand, der gerne seinen Tag bei der Gartenarbeit verbringt, schreibe ich für Landlive zu Themen, die mich eben bewegen. Ich hoffe hier dem einen oder der anderen ein paar interessante Tipps geben zu können, wenn es um das Leben mit der Natur geht.