Wie wird Akazienhonig hergestellt?

Akazienhonig ist Honig von Bienen, die hauptsächlich Pollen von Akazien gesammelt haben. Laut dem Deutschen Imkerbund und der Honigverordnung, die von diesem bestimmt wird, muss Honig größtenteils aus der Quelle, nach der er benannt ist, bestehen. Akazienhonig müsste also theoretisch größtenteils aus Akazienpollen bestehen. Leider gibt es hier ein Schlupfloch. Oft ist der Honig, der hier in Deutschland verkauft wird, oft nur Robinienhonig. Das geht, obwohl die beiden Baumarten botanisch gesehen nicht verwandt sind.

Das liegt daran, dass sich die Robinie und die Akazie sehr ähnlichsehen. So ähnlich, dass die bei uns heimische Robinie oft auch Schein Akazie genannt wird. Dadurch ist Akazienhonig bei uns eben auch Robinienhonig. Weil viele Imker wissen, dass Honig von Akazien sehr bliebt ist, greifen sie zu dieser Methode, um deutsche Verbraucher leicht etwas mehr Geld aus der Tasche zu locken. Denn richtiger Honig aus Akazien ist meistens etwas teurer in der Herstellung.

Geschmacklich liegen echter Akazienhonig und „gefälschter“ Honig aus Akazien fast auf einer Wellenlänge. Der resultierende Honig ist mild und süß. Es bleibt lange flüssig und beginnt dann langsam zu kristallisieren. Das liegt an dem für diesen Honig charakteristischen hohen Fruchtzuckeranteil. Wie die meisten Honige enthält er viele hochwertige Stoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe – aber auch Inihibitine und Serotonin. Diese Inhaltsstoffe gelten allgemein als hochwertig und werden in natürlichen Heilmitteln gegen Husten und Erkältungen verwendet.

Wo kann ich echten Akazienhonig kaufen?

Dafür muss man oft lange im Internet suchen. Wichtig ist, dass die Hersteller angeben, ob der Akazienhonig von der Akazie oder von der Robinie kommt. Ein guter Hinweis darauf, dass man echten Akazienhonig gefunden hat, ist leider der Preis. Denn Robinienhonig ist deutlich billiger als Akazienhonig. Da bei uns Akazien nicht oft vorkommen, ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass man Honig aus Deutschland bekommt, der von Akazien und nicht von Robinien gewonnen wurde. Dementsprechend lohnt es sich auf importierten Honig von Akazien zurückzugreifen, der am besten auch im Englischen als Akazienhonig beschrieben wird.

Wie entsteht Akazienhonig?

Akazienhonig entsteht wenn Bienen die Pollen von Akazien sammeln. Diese werden dann zusammen mit Nektar in einem extra Organ der Biene, dem Honigmagen, zu Honig verarbeitet. Wenn der Magen der Biene voll ist, wird der Akazienhonig in den Waben des Bienennestes gespeichert. Da die Bienen meistens mehr Honig produzieren, als sie für die Überwinterung brauchen, kann man diesen Überschuss abzapfen und abfüllen. So bekommt man schlussendlich das fertige Produkt im Glas.

Wie gesund ist Akazienhonig?

Dem Honig werden unter anderem antioxidative und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Antioxidantien sind besonders gut für die Haut und darin „Alterschäden“ auszugleichen. Studien scheinen zu belegen, dass eine dunklere Farbe dabei sehr wahrscheinlich mit mehr Antioxidantien im Honig zusammenhängt. Beim Akazienhonig kaufen gilt es also immer auf eine möglichst dunkle Farbe zu achten.

Des weiteren glauben viele Menschen daran, das Akazienhonig das Immunsystem stärkt und die Wundheilung begünstigt. Damit wäre dieser Honig ähnlich wie der berühmte Manuka Honig, dem ähnliche Eigenschaften nachgesagt werden.

Nur wenige wissenschaftliche Studien haben die gesundheitlichen Vorteile von Robinienhonig untersucht. Daher ist die Aussagekraft der aktuellen Forschungslage generell gering. Laut einer Studie ist Robinienhonig jedoch genauso antioxidativ und antibakteriell wie die meisten natürlichen Honige.

Helle Honige (wie etwa Robinienhonig) scheinen jedoch schwächere antioxidative und antimikrobielle Wirkungen zu haben als dunklere Honige (wie etwa Tannenhonig).

Für was ist Akazienhonig gut?

Akazienhonig hat enthält Antioxidantien. Antioxidantien bieten Schutz gegen sogenannte „freie Radikale“. Diese freien Radikale werden zum einen vom Körper selbst während verschiedener Stoffwechsel­prozesse gebildet, zum anderen entstehen sie durch schädliche äußere Einflüsse wie Zigaretten­rauch, Umweltgifte oder UV-Strahlung der Sonne.

Gibt es zu viele freie Radikale in unserem Körper, entsteht sogenannter „oxidativer Stress“. Dieser soll Krankheiten wie Arteriosklerose, Herz-Kreislauf­erkrankungen, Arthritis und Krebs­erkrankungen mitverursachen und zudem die Haut schneller altern lassen.

Richtige Anwendung von Akazienhonig

Man kann jeden Honig, ob Akazie oder nicht als natürliches Süßungsmaterial sehen. Allerdings sollte man darauf achten, dass man nicht zu viel von dem Honig zu sich nimmt, denn das kann dazu führen, dass man weniger Gesund lebt. Denn zu viel Zucker kann auch dazu führen, dass man krank wird. Besser ist es Honig als Ersatz in Momenten zu sehen, in denen man normalerweise Zucker benutzen würde (Zum Beispiel im Tee).

Bio Akazienhonig kaufen

Den Robinienhonig gibt es auch als Bio Honig. Der ist dann meistens natürlich etwas teurer, aber dafür kann man sicherer sein, dass keine Schadstoffe in den Honig geraten sind. Dm Akazienhonig zum Beispiel ist meistens Bio und damit deutlich unbedenklicher als andere Alternativen. Leider wird man auch hier vermutlich keinen „echten“ Honig aus echten Akazien finden.

Fazit

Akazienhonig ist oftmals nicht wirklich Akazienhonig. Um echten zu bekommen, muss man oft auf teure Importprodukte zurückgreifen. Dem werden aber auch besondere Fähigkeiten nachgesagt, wie beispielsweise viele Antioxidantien. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Honig möglichst dunkel ist, weil das auf mehr gute Inhaltstoffe hinweisen kann. Aber auch Robinienhonig, der „falsche“ Akazienhonig, der bei uns verkauft wird, hat einige gute Bestandteile. Somit ist es eher ein Preis und Umstandsfrage, welchen Honig man sich kaufen möchte.

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